neue Fähigkeit: Puppe beim Schieben beruhigen

Sind Sie schonmal Achterbahn gefahren? Ja? Schön. Aber sind Sie auch schonmal Achterbahn mit jemandem zusammen gefahren, deren Charakter man nur als überaus ängstlich bezeichnen kann?

Eine kurze Schilderung des Ablaufs hierbei:

Vor Fahrtantritt leisten Sie beachtliche, seelsorgerische Vorbereitungsarbeit. Sie hören sich alle Schreckensszenarien an, die Ihnen um die Ohren gehauen werden, so abstrus diese auch sein mögen – es sei denn Sie kalkulieren selbst tatsächlich mit der Möglichkeit, dass eine herbeirasende Schneeeule mit ihrem Schnabel Ihren rechten Arm abtrennt.

Sie beruhigen, was das Zeug hält. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein in sehr kalten Regionen ansässiges Tier bei 30 Grad im Schatten daherkommt, stufen Sie als gering ein.

Und wartet die Gondel dann auf Sie, erfahren Sie, was Panik heißt. Denn Ihr Sitznachbar überlegt es sich angesichts der immer näherkommenden Kuppe, während man knarzend von einer Jahrtausende alten Kette hochgezogen wird, doch anders, und will jetzt lieber ein Eis essen.

Kurz bevor es in die Tiefe geht, bekommen Sie derart viele und kreative Beleidigungen an die Birne geschmettert, dass die anderen Fahrgäste meinen, sie seien seit Jahren verheiratet.

Es war furchtbar – aber Sie haben vor der Schrecklichkeit alles niedergeredet und bestmöglich vorbereitet. So macht das eine gute Führungskraft.

Puppe beim Schieben beruhigen

Du unternimmst einen Ausflug mit deiner Puppe in ihrem Puppenwagen.

Dabei beruhigst du die Puppe auffallend oft mit „alles gut“ und man könnte meinen, du bekommst Tantiemen für jedes Mal, wenn du „alles gut“ sagst, denn du benutzt es wirklich oft.

Fußboden und Puppe schließen mehrfach enge Bekanntschaft, obwohl du den Puppenwagen nur sehr vorsichtig, mit 30 km/h, über das Parkett schleuderst. Durch den Katapulteffekt einer unvermittelten Vollbremsung entstehen ideale ballistische Kurven, und wenn das Aussteigen des einzigen Passagiers unbemerkt bleibt, kommen auch noch Reifenabdrücke als neuartige Tattoos dazu.

Aber nichts davon ist wirklich schlimm – denn es ist ja alles gut.