neue Fähigkeit: Unters Bett schauen

Allein der Gedanke daran erzeugt bei vielen verschiedenen Gruppen von Menschen kleinere Panikattacken und Schweißausbrüche: ein Blick unter das Bett. Menschen mit Putzfimmel kollabieren regelmäßig angesichts der gebildeten Staaten von Wollmäusen, sogar inzwischen mit eigener Flagge und Währung; Eheleute, die spät abends nach Hause kommen, wecken lieber keine schlafenden Hunde, oder Liebhaber, die dort herumliegen könnten; und Kinder scheuen den Blick aus Angst vor lauernden Monstern – die in seltenen Fällen tatsächlich längst vergessene, und bis zur Unkenntlichkeit verweste, Liebhaber sein könnten.

Doch ein Kind machte sich auf, sich diesen vielfältigen Gefahren zu stellen, und regelmäßig den Blick unter Betten aller Art, selbst Boxspringbetten, zu wagen – im Grunde aber nur, weil der eigene Ball darunter gerollt war und sie den lieben Eltern ja irgendwie mitteilen musste, wo genau wir denn jetzt darunter kriechen sollten.

Unters Bett schauen

Aus reiner Neugier entdeckst du einen neuen Bewegungsablauf, der die unsanfte Bekanntschaft mit dem harten Boden der Realität involviert: du legst dich flach auf das Parkett, streckst alle Gliedmaßen von dir – und nutzt deine Arme, um nahen Charakteren zu zeigen, was du entdeckt hast.

Dabei handelt es sich in den allermeisten Fällen um Gegenstände, die du dort selbst hin befördert hast. Und unter lautstarkem Protest, der auf hoher See mit Sicherheit die Aufmerksamkeit aller nahen Lastenkähne und auch aller kilometerweit weg schwimmenden Wale auf sich ziehen würde, gibst du anderen Charakteren zu verstehen, dass du das Objekt unter dem Bett jetzt unbedingt wieder brauchst – oder ein Weiterleben absolut keinen Sinn mehr hat.

Während Papa hinfort eilt, um einen Besenstil als Angel zu holen, lässt du das Objekt nicht aus den Augen. Nach erfolgreicher Wiederbeschaffung nimmst du den Gegenstand überglücklich in die Hände, hältst ihn fest, und wirfst ihn in die nächste Ecke, während du zur Spielzeugkiste rennst, um dir etwas Neues auszusuchen.

Selbstverständlich prallt das Objekt in einem eigentlich unmöglichen Winkel auf den Fußboden auf, um dann direkt wieder unter das Bett zu schießen – und zwar gerade so weit, dass Papa mit ausgestrecktem Arm nicht mehr herankommt.

Im untergebetteten Dickicht behältst du den Überblick, was deine Wahrnehmung um 40 erhöht.


(Bild von Lorc von http://game-icons.net)