neue Fähigkeit: Eine Türklinke betätigen und die Tür öffnen

Der Tempel des kleinen Mannes ist das Klo. Ein Hort der Andacht, der Ruhe, ja der Besinnlichkeit. In aller Ungestörtheit kann man hier wichtige Geschäfte verrichten, eine Zeitung lesen, und zwar von vorn bis hinten komplett, ein neues Patent ersinnen oder darüber nachdenken, was man gern zur nächsten Mahlzeit essen würde. Eine Auszeit vom Partner ist inklusive, denn mir sind bis dato keine Beziehungen bekannt, die so aneinanderhängen, dass sie selbst beim Kacken zusammen sein müssen. „neue Fähigkeit: Eine Türklinke betätigen und die Tür öffnen“ weiterlesen

neue Fähigkeit: Bürostuhl-Karussell

Viele Gegenstände haben ja noch andere Einsatzmöglichkeiten als die originär zugedachten. Einen Fön zum Beispiel könnte man auch verwenden, um Dübel in die Wand zu schlagen, ein Schnitzel, um damit einen Stapel Papier vor dem Wegwehen durch Wind zu schützen – oder aber einen Bürostuhl, um sich darauf wie wahnsinnig im Kreise zu drehen, nur um dann kurz vor dem akuten Erbrechen ein Ende zu finden – im Idealfall. Nun „neue Fähigkeit: Bürostuhl-Karussell“ weiterlesen

neue Fähigkeit: Imperator in Papas Strickjacke

„Luke, ich bin dein Vater!“ – wo Luke Skywalker in Star Wars noch sinnierte, wie wohl der sprechende, schwarze Kühlschrank seine Mutter befruchtet haben könnte, war meine Tochter schon einen Schritt weiter in der Hierarchie der dunklen Seite der Macht aufgestiegen. Wahrscheinlich „neue Fähigkeit: Imperator in Papas Strickjacke“ weiterlesen

neue Fähigkeit: Fußboden bemalen

Bei all dem Training fehlt trotzdem Grundlegendes: ein Spielfeld muss her. Weil diese Großfeld-Weiß-Farbmarkier-Dinger von echten Fußballfeldern a) schwer zu kriegen sind, und b) eine echte Sauerei machen, waren sie für den langfristigen Gebrauch so geeignet wie ein Smart als Lastenfahrzeug.
Meine Tochter überlegte sich also, das Spielfeld mit zur Verfügung stehenden Mitteln selbst zu malen, und übersah dabei, dass wir doch gar keinen Rasen im Kinderzimmer ausgerollt hatten. „neue Fähigkeit: Fußboden bemalen“ weiterlesen

neue Fähigkeit: Bürostuhl-Karussell

Viele Gegenstände haben ja noch andere Einsatzmöglichkeiten als die originär zugedachten. Einen Fön zum Beispiel könnte man auch verwenden, um Dübel in die Wand zu schlagen, ein Schnitzel, um damit einen Stapel Papier vor dem Wegwehen durch Wind zu schützen – oder aber einen Bürostuhl, um sich darauf wie wahnsinnig im Kreise zu drehen, nur um dann kurz vor dem akuten Erbrechen ein Ende zu finden – im Idealfall. „neue Fähigkeit: Bürostuhl-Karussell“ weiterlesen

neue Fähigkeit: Auf einen Stuhl setzen

Jedenfalls gab es da den kinderfreundlichen Stuhl, mit einer Höhe, der einen darauf sitzenden Erwachsenen zwangsläufig daran erinnerte, wie schön es war, auf dem Lokus zu hocken, und den genormt hohen Stuhl, der in etwa der Länge eines handelsüblichen Beins von Knie bis Ende entsprach. Deshalb gibt es auch keinen Stuhl für Elche – die haben nämlich keine Knie und die Sitzfläche wäre deshalb gerade so hoch, als dass man sein Kinn darauf ablegen könnte. Meine Tochter wäre aber nicht meine Tochter, hätte „neue Fähigkeit: Auf einen Stuhl setzen“ weiterlesen

neue Fähigkeit: Yeehaw!

Ein typischer Halbstarken-Spruch wie „ich bin vorbeigekommen, um ein paar Fressen zu polieren und dabei Kaugummi zu kauen – habe aber leider keinen Kaugummi dabei“ verfehlen ihr Ziel so gut wie nie – die komplette Einschüchterung des Gegners, und die bedingungslose Kapitulation von sich selbst, nachdem man einsehen muss, dass das Gegenüber du doof ist, um diesen Scherz zu verstehen und nur mit „Du willst mir die Fresse polieren?“ geantwortet wird.

Oder ein anderes Beispiel: Zeitgenossen, die statt der üblichen prägnanten Antworten „ja“ und „nein“ nur Entgegnungen kennen wie „Scheiße ja, ey“, „auf jedsten Fall“, „aber sowas von“, „leck mich am Arsch, aber klar“ oder „da kannste einen drauf lassen“ – und das waren nur die Äquivalente für ein „ja“ und man erkennt sofort, dass diese Nutzer keine Freunde kurzer Antworten, oder von Grammatik, sind. „neue Fähigkeit: Yeehaw!“ weiterlesen

neue Fähigkeit: Unters Bett schauen

Allein der Gedanke daran erzeugt bei vielen verschiedenen Gruppen von Menschen kleinere Panikattacken und Schweißausbrüche: ein Blick unter das Bett. Menschen mit Putzfimmel kollabieren regelmäßig angesichts der gebildeten Staaten von Wollmäusen, sogar inzwischen mit eigener Flagge und Währung; Eheleute, die spät abends nach Hause kommen, wecken lieber keine schlafenden Hunde, oder Liebhaber, die dort herumliegen könnten; und Kinder scheuen den Blick aus Angst vor lauernden Monstern – die in seltenen Fällen tatsächlich längst vergessene, und bis zur Unkenntlichkeit verweste, Liebhaber sein könnten.

Doch ein Kind machte sich auf, sich diesen vielfältigen Gefahren zu stellen, und regelmäßig den Blick unter Betten aller Art, selbst Boxspringbetten, zu wagen – im Grunde aber nur, weil der eigene Ball darunter gerollt war und sie den lieben Eltern ja irgendwie mitteilen musste, wo genau wir denn jetzt darunter kriechen sollten. „neue Fähigkeit: Unters Bett schauen“ weiterlesen